12 Ich bin schwul und das ist auch gut so!

Die SuS erhalten ein Arbeitsblatt, auf dem die Namen einiger berühmter Lesben und Schwulen sowie Trans*/Inter*Menschen aus Geschichte und Gegenwart verzeichnet sind. Sie werden aufgefordert, selbst zu recherchieren, wer diese Menschen sind bzw. waren.

Ablauf

LP fragt: Was wisst ihr über Alexander den Grossen? Antworten sammeln. Falls nicht genannt wird, dass er schwul war, fügt dies LP hinzu.
LP sagt: Auch viele andere Prominente sind lesbisch, schwul oder bisexuell.

Ziele

  • Die SuS kennen einige schwule, lesbische, bisexuelle oder Trans*/Inter*Menschen.

Hinweise

Die Kategorien „lesbisch“ bzw. „schwul“ als Identitätsbeschreibungen wurden erstmals im späten 19. Jahrhundert verwendet wurden. Daher ist die Einordnung einer historischen Figur in diese Kategorien nicht ganz korrekt, denn sie kann als eine Form der Vereinnahmung betrachtet werden. So wissen wir beispielsweise nicht, ob Alexander der Grosse seine Liebe zu Hephaistion (deren homoerotische Natur auch von modernen Historikern z.T. bestritten wird) als schwul bezeichnet hätte, wenn er über diesen Begriff verfügt hätte. Die Problematik des Vorgehens könnte im Unterricht thematisiert werden.

Variante

Die Arbeit mit den Biographien einzelner Lesben oder Schwuler kann projektorientiert angelegt und eine etwaige Internetrecherche in der Unterrichtszeit vorgenommen werden. Als Präsentationsformen bieten sich Vorträge oder Plakate an.

Das Arbeitsblatt kann auch als Hausaufgabe verteilt und die Ergebnisse in der nächsten Stunde zusammengetragen werden.

Quelle
Karin Schupp, sie schreibt für das lesbisch-schwule Stadtmagazin Siegessäule und die Lesbenzeitschrift l.mag.

LISUM. S. 50–51.

Stufe Material Anhang
Sek I/II Kopie
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1-2 Lektionen PL